Musée des Confluences

Auf nicht weniger als 3000 Quadratmetern permanenter Ausstellungsfläche erwartet Sie eine Reise durch die Welt und Menschheit.

  • Verfasser

    Rédaction OUI.sncf

  • Aktualisiert am

    02/11/2016

  • Zielort

    Lyon

Die Kristallwolke

Von Weitem wähnt man sich vor einem riesigen Raumschiff. Die österreichische Agentur, die dieses Gebäude entworfen hat, spricht vom „Zusammentreffen eines Glaskristalls und einer Edelstahlwolke“. Diese Kristallwolke ist eines der bedeutendsten architektonischen Werke direkt am Zusammenfluss von Rhône und Saône. Im Inneren durchströmt Tageslicht die Kristallkuppel und über eine Zugangsbrücke, die sich um einen Lichtbrunnen windet, gelangt man auf den Rundgang der permanenten Ausstellung. In der letzten Etage eröffnet sich dem Besucher ein herrlicher Blick auf das neue Viertel Confluence.

Die Ausstellung zeigt die Menschheitsgeschichte mit über 3000 Exponaten

Aus den 2,2 Millionen erhaltenen Objekten wurden 3000 ausgewählt, die die Geschichte der Menschheit von ihren Anfängen bis zur heutigen Zeit erzählen. Dieses Abenteuer ist in vier große Themen unterteilt: „Origines, les récits du monde“ (Ursprung, Zeugnisse der Entstehung), zum Thema des Ursprungs der Welt; „Espèces, la maille du vivant“ (Spezies, die Maschen allen Lebens), zum Thema des Menschlichen und Tierischen mit einer Präsentation der Artenvielfalt; „Sociétés, le théâtre des hommes“ (Gesellschaft, das Theater der Menschheit), zu Begegnungen und Austausch zwischen den Menschen, ihrer Territorialstruktur und den politischen und religiösen Gemeinschaften; und „Eternités, visions de l’au-delà“ (Ewigkeit, Visionen des Jenseits), mit Untersuchungen von Soziologen und Philosophen sowie Videos zum Tod und einzelnen Bestattungsriten.

In jedem einzelnen Bereich erlebt der Besucher neue Überraschungen. Die Anordnung der Exponate sorgt für ein erstes Staunen: In Origines treten Inuit-Skulpturen mit Skeletten prähistorischer Tiere über die Entstehung der Erde in Dialog und in Sociétés üben sich Steine in den verschiedenen Kommunikationswegen. Wissenschaft und Mythos treffen sich und stellen sich den großen Fragen des Universums und der Menschheit. Für die zweite Überraschung sorgen die Zivilisationen, die sich vermischen, um unterschiedliche Themen zu diskutieren. Dieses Haus ist eine einzigartige Mischung aus naturhistorischem Museum, Wissenschaftszentrum und Museum für primitive Kunst.

Aktuelle temporäre Ausstellungen

Meine Erde – wie baue ich in Zukunft? vom 23. Februar bis 17. Juli 2016

Die Ausstellung „Ma terre première“ (Meine erste Erde) entführt den Besucher in die unbekannte Welt der Roherde, einem uralten und dennoch innovativen Werkstoff.
Erde ermöglichte beeindruckende, vom Menschen geschaffene Bauwerke, wie die Chinesische Mauer und die Alhambra in Spanien, die sich heute auf der
Liste des Welterbes der UNESCO wiederfinden. Wer sich der nachhaltigen Entwicklung verschreibt, kommt als Architekt an Erde als Alternative zu Beton nicht vorbei und betrachtet sie als Lösung für die Zukunft. Besucher sind eingeladen, die Eigenschaften dieses Materials kennenzulernen, seine Zusammensetzung zu hinterfragen, das Verhalten der Körner zu entdecken sowie alte und moderne Bautechniken zu entdecken. Dieses interaktive Erlebnis ist ein echter Familienspaß und weckt den Wissenschaftler in Ihnen.

Antarctica – vom 19. April bis August 2016
Mit Bildern einer Expedition nach Antarktika von Luc Jacquet im Oktober 2015 (Regisseur der Doku „Die Reise der Pinguine“) präsentiert das Musée des Confluences eine spannende Ausstellung, die sich vollständig digital der Biodiversität dieser weißen Wüste und den klimatischen Herausforderungen unseres Jahrhunderts widmet.

Im Wunderzimmer bis 10. April 2016: Diese Ausstellung führt die Besucher in die Mentalität des Sammlers ein und präsentiert ein modernes Kuriositätenkabinett.

Musée des Confluences
86 Quai Perrache, 69002 Lyon
Tramway 1
Der Eintritt zum Museum und den Ausstellungen ist in der City Card inbegriffen. Auch Wartezeiten entfallen.

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